Uturnqueer Soap Opera Teil 4


Orange stand vor der Kasse im Penny. Die Schlange wand sich um eine Regalreihe herum und die Einkaufsmarktleitung hatte kein Einsehen.
Noch zwei Packungen Schokolade und überlegen was sie vergessen haben könnte, ach ja Pasta. Sie würde heute für Kioto kochen. Sie hatten sich schon lange nicht mehr einen ganzen Abend zu zweit gesehen und dabei ausführlich Zeit für einander gehabt.
Orange sah sie schon vor sich über der Pasta mit Broccoli-Sahnesauce
und dann könnten sie endlich mal reden. Ein Wagen stupste sie in den Kniekehlen an, sie fuhr aufgeschreckt herum. Thies grinste
„na, WG- Einkäufe?“
„ja auch aber hauptsächlich bekoche ich heute abend mal meinen Schatz“
„Was soll’s denn geben?“
„Antipasti und dann Pasta….“
„und dann eine kleine Verführung?“
„ähhhm ja wenn es passt“
„Klingt klasse, ich geh heute glaub ich mal in die Sauna meine Freiheit genießen“
Orange schaute ihn mit leichtem Entsetzen an, „und was ist mit Hein?“
„was soll schon mit Hein sein, wir haben Schluss, er ruft nicht an und ich werde diesmal nicht direkt wieder in seine Arme laufen diesmal nicht. Ne heute bin ich mit Fred in der Sauna verabredet und da guck ich mich zumindest mal um.“
Die Leute bewegten sich nach vorne und Orange fragte Thies ob er mal kurz auf ihren Wagen aufpassen könne.
Er machte eine zustimmende Geste und sie rannte nach hinten.
Dort besah sie sich die Auswahl an Nudeln und entschied sich gleich noch mal zum Italiener zu gehen. Durch die Eingangstür kam gerade Hein und Orange dachte ihr Herz bleibe stehen.
Auf der anderen Seite, war ja auch nicht weiter schlimm wenn die beiden aufeinander trafen. Sie waren ja alle erwachsen. Bei dem Gedanken sah sie schon vor sich wie ein Thies eine Packung Sahne über Hein`s ordentlich frisierten schwarzen Haaren ausleerte.
Hein winkte ihr zu sie winkte zurück machte eine Geste das sie es eilig hatte und rannte zu ihrem Wagen zurück. Dort angekommen sah sie das sie schon fast an der Kasse angelangt waren.
„hein ist gerade rein gekommen, wenn du ihn nicht sehen willst kannst du gerne vor “
„danke, aber das krieg ich schon hin.“ Thies sah jetzt deutlich blasser aus…………

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Uturnqueer Soap Opera Teil 3


Persephone hatte ihren Auftritt in der Bar. Ihr schwarzes Kleid war über und über mit glitzernden Pailletten bestickt und schliff leicht über den Fußboden. Die langen dunklen Dreads fielen ihr bis zu den Hüften.
Sie betrat den Raum Seite an Seite mit Sugar.
Sugar trug einen weißen Anzug mit dazu passendem Hut.
Ihr/sein Hutband war aus dem gleichem Stoff wie Persephone´s Kleid.
Auch hier Pailletten.
Die beiden lächelten und ließen sich an der Bar einen Drink geben bevor Sugar durch elegante Bewegungen mit seinem/ihrem Fächer für Ruhe und Spannung sorgte.
Persephone fing an mit ihrer rauchigen Stimme skurrile Geschichten voller Verschlingungen und treffsicherer Pointen zu erzählen und es dauerte nicht mehr lange bis die ersten lachten. Sie zuckte nicht einmal mit ihren schwarz bemaltem Mund.
Man konnte nie wissen wann die Erzählerin in der richtigen Stimmung war. Es gab Theorien dazu und manche meinten sogar das sie nur im Winter dazu neigte, aber Hein hatte bis jetzt noch keine wirklichen Gesetzmäßigkeiten erkennen können.
Blue legte einen satten langsamen Beat auf der die Dramatik der Geschichten unterstrich.
Hein hörte ihnen zu und liess seine Gedanken schweifen.
Ob Thies wohl kommen würde und wenn ja, was hatte das dann zu bedeuten? Thies wusste das er heute abend Tresen machte.
Und wenn Thies zu ihm zurück wollte würde Hein sich das selbst noch einmal antun wollen? Beim letzten Streit hatten sie sich zwei Stunden angeschrien. Ein Schweigen im Raum lies ihn wieder aufmerksam werden. Applaus kam auf und Persephone verbeugte sich tief. Blue blendete den Beat in ein schnelleres Stück ein und die Leute fingen an zu tanzen.
Hein`s Magen zog sich schmerzhaft zusammen. Er hatte Thies neben kioto entdeckt. Oh gott was sollte er nur tun, hingehen und den Streit weiter führen? Oder hingehen und Thies unvermittelt küssen?
Vielleicht sollte er ihn auch einfach ignoriern, Das war sicher am besten.
Er konzentrierte sich auf die Gäste die nach Bier schrien, da legte sich eine warme vertraute Hand auf seine Schulter. Thies sah ihm in die Augen und sagte „So kann das nicht weitergehen, ich vermiss dich so sehr das ich nicht mehr rausgehen kann, hast du gleich mal Zeit für mich?“
„Ja, gib mir ne Viertelstunde
Orange erklärte sich bereit die Bar zu übernehmen.

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Uturnqueer Soap Opera Teil 2

Es war Sonntag, und Kioto hatte die Samstag Nacht auf einen Geburtstagsparty verbracht. Ihr Kopf dröhnte als sie sich im Bett aufsetzen wollte. Hatte sie wirklich mit Lucia geflirtet? Ein Blick aus ihren sich nur schwerfällig zu engen schlitzen öffnen wollenden Augen, machte sie total fertig, es war schon zwei Uhr nachmittags und eigentlich hätte sie wie immer schon längst über ihren Rechnungen sitzen sollen. Sie tastet mit der Hand im Bett herum Orange war wohl schon aufgestanden.
Aus der Küche kam Geklapper und lautes Stimmengewirr.
Die WG war wohl auch schon aufgestanden. Kioto versuchte es mit einem Bein auf dem Boden. es wurde langsam Herbst und die Luft auf ihren durchs Tanzen extrem strapazierten Muskeln war kühl.
Ein Schluck Wasser würde sicher gegen die allgemeine Benommenheit helfen. Sie stellte den zweiten Fuß auf den Boden und richtete sich langsam auf.
Der Weg in die Küche war sehr lang heute morgen.
Auf dem Sofa saß Thies, neben Bazooka, die gerade die „jungle World“ las, auf dem freien Platz zwischen ihnen machte sich die Bild am Sonntag breit. Ladivia schmierte sich ein Brötchen und guckte aus dem Fenster. Der Fernsehturm war nur halb zu sehen, grau senkte sich über die Stadt. Kioto fand das Thies nicht viel besser aussah als sie sich fühlte.
Sie öffnete die Augen mühsam ein wenig mehr, sah in seine und bemerkte, das die knallrot waren. Sah so aus als hätte er sich mal wieder von Hein getrennt.
Thies und ein Hein zwei Wochen glücklich eine Woche Krise eine Woche Schluß zwei Wochen glücklich.
Sie brachte ein gemurmeltes hallo süßer heraus, lies sich auf den Sessel fallen und Thies drückte ihr einen Kaffe in die Hand.
„Wasser..“ krächzte sie. Ellen, die sich gerade eine Tasse mit der Aufschrift „BSG- wir schützen“ aus dem sechziger Jahre Einbauküchenschrank holte , gab ihr die Flasche rüber.

Thies stand auf und machte das Radio an. „Ist es schon so weit“ fragte Kioto.
„noch ne viertelstunde“
ihr Aufwachen hatte also eine dreiviertel stunde gedauert, und sie hatte es noch nicht einmal bemerkt.
„hoffentlich machen sie keine hektische Musik am Anfang“
„Glaub nicht Hein wollte eigentlich mit Soul starten“
“ Das ist gut “ gähnte sie.
„warum siehst du eigentlich so fertig aus?“
„wir haben uns getrennt“
„schon wieder?“
„diesmal ist es ernst“
„das ist es jedes mal“
Aus dem Radio erklang die Stimme von Hein
„hallo zuhörende bei dem Wetter dachten wir uns das ein Lied für Leute mit Liebeskummer genau das richtige ist um unsere Sendung zu beginnen“
Thies kullerte eine Träne die Wange hinab und Kioto legte ihre Hand auf seinen Arm.

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