Uturnqueer Soap Opera Teil 7

Es wurde plötzlich dunkler, und Hein fragte Thies, ob er gerade Wahrnehmungsstörung hatte. Der aufkommende Wind schluckte seine Worte und spuckte sie erst Meter weiter vorn wieder aus. Thies brüllte „was?“
“ Ach nichts “ Hein war inzwischen selber klar geworden, dass es mit dem schönen Wetter mal wieder vorbei war. Er schaute zu Thies und sah die ersten tropfen auf seiner Kopfhaut bevor er selber merkte dass er naß wurde.
„Scheiße, wollen wir rennen?“
Thies sparte sich die Antwort, reicht Hein die Hand und lief los.
Gott sei dank stand die Ampel auf Grün und bevor der aufkommende Hagel sie schlagen konnte, standen sie in einem der überdachten Brückeneingänge die zu Wasser führten.
Hein schmiegte sich an Thies
„Ich hab Hunger wollen wir ne Fritten essen?“
„Oh ja auf dem Schiff, weißt du noch wie wir damals immer rüber nach Finkenwerder gefahren sind mit der Pommestüte in der Hand.“
„Ich denk da nur an die Möwen, die mir die Pommes geklaut haben, kann mich nicht an eine einzige Portion erinnern, die ich mal in Ruhe gegessen hätte, entweder du oder die blöden Vögel. Möwen und Tauben sind echt das letzte.“
„Du könntest ruhig ein wenig romantischer sein“
„Bei dem Wetter?“
„Wann sonst“
Thies sah Hein in die Augen und Hein schmolz dahin, er würde jetzt keinen Streit über seltsame Romantikvorstellung vom Zaun brechen, wenn Thies das so haben wollte, war es für ihn in Ordnung.
Sie kauften sich ne Pommes und Thies sah, das gerade eine Fähre anlegte. Ohne es auf eine Diskussion ankommen zu lassen, zog er Hein am Ärmel und dirigierte ihn aufs Schiff: bevor Hein sich so recht besinnen konnte, war das Ding auch schon unterwegs.
„Und jetzt? Willst du bei dem Wetter spazierengehen? Romantik hin oder her, ich habe keine Lust auf eine Lungenentzündung.“
Das Schiff schwankte wild auf den Wellen und Hein hielt sich unwillkürlich an Thies starken Schultern fest. Thies umarmte ihn und die Wärme zusammen mit dem delikaten Dufte der französischen Kartoffelspezialität verdrängte jeden Zweifel in Heins zögerlichem Herz.
Es gab einen Ruck als das Schiff in Finkenwerder anlegte. dem Bootsmann gelang es kaum die Rampe auf den Anleger zu setzen. Als die beiden das wackelige Boot verlassen hatten, kam durch heftige Windboe verzerrt die Ansage, das heute keine Schiffe mehr zurück fahren würden.
Hein sah Thies fragend an und der guckte mit blitzenden Augen zurück.

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Uturnqueer Soap Opera Teil 6


Thies starrte über seinen Becher Tee hinweg auf die Elbe.
Im Dock war ein riesiges weißes Schiff. Es kam von weit her und er wünschte sich weit, weit weg.
Hein wartete angespannt darauf, dass Thies das Schweigen brechen würde, sie trafen sich jetzt zum zweiten Mal nach dem Abend in der Flora als Persephone so schön erzählte hat, dass Hein das Herz geschmolzen und er auf Thies zugegangen war.
Immer noch kamen sie zu keinem Ergebnis, Hein wurde schnell eifersüchtig und Thies fühlte sich dann eingeschränkt. Dafür wollte Thies öfter was mit Hein unternehmen und auch das bekamen sie nicht auf die Reihe.
Er versuchte sich abzulenken und ausnahmsweise mal Geduld zu zeigen. Auch Hein fing an dem Treiben auf dem Fluss Aufmerksamkeit zu schenken. Die kleinen Lotsenboote mochte er am liebsten. Nachdem sie das riesige Containerschiff einrangiert hatten, wurde Hein wieder unruhig und räusperte sich. Thies sah verschreckt auf.

Kioto wartete vor dem Eingang der Billiardhalle auf Orange, Persephone und Sugar. Die Sonne produzierte ein kühles Winterlicht und die Luft war klar. Kioto fühlte sich großartig. Die Neonreklamen auf dem Kiez sahen tagsüber seltsam altbacken aus und sie träumte von Varieteshows und wilden Festen in von Kronleuchtern gekrönten Sälen.
Auf der Höhe von der Davidstr. sah sie die drei ankommen, die Jacken leuchteten über den Kiez.
Sie ging ihnen entgegen.

„Und willst du jetzt wieder mit mir zusammensein oder nicht“
„Ach, Liebling ich bin mir nicht sicher“
„Aber letztens klangst du doch noch anders“
„Vielleicht sollten wir es noch mal probieren, ich mag dich wirklich sehr gerne“
Hein rutschte auf den Stuhl neben Thies und sie fielen sich in die Arme.
Die Kellnerin kam und fragte was sie noch trinken wollten.
Sie entschieden sich lieber zu gehen. Zu Hein ………..

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Uturnqueer Soap Opera Teil 5


Persephone rief bei Orange an, sie plauderten eine Weile und verabredeten sich dann für einen schnellen Kaffee in der Wohlwillstr, bevor sie beide wieder an ihre Schreibtische mussten.
Persephone um ihre neue Show zu planen und Orange um endlich mal mit ihrer Doktorarbeit weiterzukommen.
Wie es sich für eine ausgewachsene Diva gehörte, kam Persephone zu spät und Orange , las noch ein wenig in der Mopo rum.
Da war ein kurzer Artikel über eine Frau, die eine Allergie gegen die Euro- Münzen hatte. Orange lachte fröhlich vor sich hin. Die wollte sie kennen lernen.
Die Tür ging auf strahlendes Weiß blendete Orange. Persephone hatte eine weißes Kleid an und trug einen Hut der auch auf den Tribünen von Ascot herausstechen würde. Durch die Spiegel, die den Raum optisch vergrößern sollten, vervielfachte sich der Effekt und die Sonne die durch die Scheiben blitzte tat ihr übriges dazu Persephones Ankommen in eine strahlende Show zu verwandeln.
Ein näherer Blick in das Gesicht von Persephone verriet Orange allerdings, das die Diva sich in einem für sie ungewöhnlich aufgewühltem Zustand befand.
Neugierig legte Orange die Zeitung weg, und sah Persephone an.
„hallo mein Liebling wie geht es dir“
„Och danke , gut ich hate gestern einen wunderschönen Abend mit Kioto und jetzt quäl ich mich ein bisschen an meiner dis herum. “
„Wie geht’s den Kioto?“
“ Och die letze Woche ging es ihr ziemlich gut, ich glaube die Talsohle hat sie mal wieder überwunden und wie gesagt der Abend gestern war wundervoll, wir haben schön zusammen gegessen und dann viedeos geguckt“
„So richtiger Pärchenabend?“
„ja, so oft kommt das ja auch nicht vor bei uns und wie geht es eigentlich dir?“
„Ich weiß nicht was ich denken soll“
“ Warum , was ist denn passiert?“
„Sugar hat mit Thies geküsst“
„Nein!“
Orange war fassunglos
„Weiß Hein das schon?“
„Ich glaube nicht“
„Oh da will ich nicht dabei sein wenn er das rauskriegt“
“ wenn wer was rauskriegt?“
Orange und Persephone drehten sich in Zeitlupentempo um und starrten in das Gesicht von Hein……

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