Uturnqueer Soap Opera Teil 6
Thies starrte über seinen Becher Tee hinweg auf die Elbe.
Im Dock war ein riesiges weißes Schiff. Es kam von weit her und er wünschte sich weit, weit weg.
Hein wartete angespannt darauf, dass Thies das Schweigen brechen würde, sie trafen sich jetzt zum zweiten Mal nach dem Abend in der Flora als Persephone so schön erzählte hat, dass Hein das Herz geschmolzen und er auf Thies zugegangen war.
Immer noch kamen sie zu keinem Ergebnis, Hein wurde schnell eifersüchtig und Thies fühlte sich dann eingeschränkt. Dafür wollte Thies öfter was mit Hein unternehmen und auch das bekamen sie nicht auf die Reihe.
Er versuchte sich abzulenken und ausnahmsweise mal Geduld zu zeigen. Auch Hein fing an dem Treiben auf dem Fluss Aufmerksamkeit zu schenken. Die kleinen Lotsenboote mochte er am liebsten. Nachdem sie das riesige Containerschiff einrangiert hatten, wurde Hein wieder unruhig und räusperte sich. Thies sah verschreckt auf.
Kioto wartete vor dem Eingang der Billiardhalle auf Orange, Persephone und Sugar. Die Sonne produzierte ein kühles Winterlicht und die Luft war klar. Kioto fühlte sich großartig. Die Neonreklamen auf dem Kiez sahen tagsüber seltsam altbacken aus und sie träumte von Varieteshows und wilden Festen in von Kronleuchtern gekrönten Sälen.
Auf der Höhe von der Davidstr. sah sie die drei ankommen, die Jacken leuchteten über den Kiez.
Sie ging ihnen entgegen.
„Und willst du jetzt wieder mit mir zusammensein oder nicht“
„Ach, Liebling ich bin mir nicht sicher“
„Aber letztens klangst du doch noch anders“
„Vielleicht sollten wir es noch mal probieren, ich mag dich wirklich sehr gerne“
Hein rutschte auf den Stuhl neben Thies und sie fielen sich in die Arme.
Die Kellnerin kam und fragte was sie noch trinken wollten.
Sie entschieden sich lieber zu gehen. Zu Hein ………..
