Was passiert am Schröderstift?

Man weiß es nicht. Und weiß doch vielleicht manches – was zu erwarten sein könnte. Fakt ist, dass am vergangenen Dienstag der Stadtplanungsausschuss Eimsbüttel tagte und sich unter anderem mit den Uni-Um- und Neubaubauplänen befasste. Die Uni liegt ja nun bekanntlich zwischen Dammtor und Schlump und soll

im Bezirk Eimsbüttel wesentlich mehr Platz zur Verfügung bekommen als bisher. Bis zu 115 000 Quadratmeter neue Fläche soll die Uni erhalten. Sevecke will damit belegen, dass der Bezirk ausreichende Fläche für Hamburgs größte Hochschule bereitstellen kann.

Für das am Schlump gelegene Schröderstift, eins der ältesten Wohnprojekte Hamburgs, kann das unter Umständen bedeuten, dass die Bewohner die Gebäude möglicherweise für eine universitäre Nutzung verlassen müssen. Der Leihvertrag mit der Stadt Hamburg läuft noch sechs Jahre. Die Bauplanung für das gesamte Unigelände soll mit einer breiten Bürgerbeteiligung laufen.
Da kann man hoffen, dass die „breite Bürgerbeteiligung“ in diesem Fall mal anders aussieht als die breiten Bürgerbeteiligungen der vergangenen Jahre, die oftmals schmaler als ein Streichholz waren.