auf der suche nach fotos vom real-markt-gebäude auf dem heiligengeistfeld stolperte ich über folgenden text, der deutlich macht, wie gezielt die entwicklungen in richtung „teure wohnlage“ der anliegenden viertel betrieben wurde:
Die 1911 erbaute „Alte Rinderschlachthalle“ zählt zum denkmalgeschützten Gebäudeensemble des alten Hamburger Schlachthofs. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Fleischgroßmarkt sowie zum Messe- und Congress-Zentrum im Stadtteil St. Pauli.
Der Schlachthof stellte früher eine undurchlässige bauliche Barriere zwischen Schanzen- und Karolinenviertel dar. Beide Viertel zählen zu den verdichteten Innenstadtquartieren mit einem hohen Anteil an Sozialhilfeempfängern und Arbeitslosen. Dort kam es aufgrund von Attraktivitätsverlusten im Wohnungsbestand beim Kleingewerbe und den Einzelhandelsgeschäften zu einer Abwanderung der höheren Einkommensschichten.
Seit 1994 verfolgt die Freie und Hansestadt Hamburg im Rahmen ihres Stadtentwicklungskonzepts in St. Pauli die Bündelung von sozial-, beschäftigungs- und wirtschaftspolitischen Maßnahmen in einem quartiersbezogenen, integrierten Handlungsansatz. Dadurch wurde eine behutsame Aufwärtsentwicklung möglich.