stadtnachrichten mittwoch 27.1

moskau verbietet in offen homophober form schon wieder eine gay-parade°°°

in new york city ist ein riesiges bauvorhaben phänomenal gescheitert und damit sind 11.000 wohnungen in denen gut 25.000 leute wohnen zunächst vor der umwandlung in luxuswohnanlagen gerettet.°°°

die meist vernachlässigenswerte zeitschrift „bahamas“ schreibt über „recht auf stadt“ und kontextualisiert im artikel lefebvre im rahmen der situationisten. da es dazu ansonsten eher texte auf englisch gibt, lohnt sich ein blick, wenn man die mühen der anderen sprache scheut. sonst lieber hier lesen, da gibt lefebvre ein interview zu den situationisten.°°°

die post schließt wahrscheinlich alle bisher noch verbliebenen filialen°°°

die stadt köln möchte größer werden um mehr wohnraum anbieten zu können und versucht sich kleinstädte aus dem umkreis einzugemeinden. °°°

in berlin richten sich mehr und mehr mittelständische personen in baugruppen gemütlich ein. dass sie dabei die orte an die sie ziehen um sie zu geniessen in orte verwandeln, denen sie hoffentlich entfliehen wollten, scheint ihnen nicht klar zu werden: sie bauen sich reihenhäuser auf hinterhöfe.und vergessen meist dabei sogar eine ladenzeile für ihre bioladenbedürfnisse und schnickschnackläden mit einzuplanen°°° wie das dann wird sieht man paradigmatisch am prenzlauer berg°°° das anti-räumungsfestival der liebig-str in berlin rückt näher und hat nun ein programm°°°

oberbaudirektor jörn walter spricht im abendblatt über die neuen pläne des senates bezüglich hamburger stadtentwicklungspraxen. erstaunlich ist dabei, dass hamburg von dem höchstgebotsverfahren abstand nimmt und damit sich wieder mehr direkte politsche gestaltungsfähigkeit einräumt. es zählt also nicht mehr nur der höchste erlös, sondern auch der bauplan. was eigentlich schon lange das mindeste sein sollte, wenn man nicht in einer vollkommen der diktatur der warenförmigkeit unterworfenen umgebung leben möchte.°°°für die bundesgartenschau in wilhelmsburg, die den stadtteil ja neben der iba plagt sollen 2235 bäume gefällt werden. weg mit dem baum, her mit dem baum.°°°die moorburgtrassengegner möchte um jeden einzlnen baum streiten und wer dabei mitmachen will, kann sich in eine sms-liste eintragen.°°°leider wird das bernardt-nocht-quartier tatsächlich gebaut werden.°°° und auch leider zieht jetzt ikea nach altona. schade, dass die einzelhändler und anwohner in altona nicht die gelegenheit genutzt haben sich tatsächlich gemeinsam alternative konzepte für die nutzung der konsumbrache auszudenken. ikea wird die preise für laden- und wohnungsmieten unweigerlich nach oben treiben und autobahnzubringer vor der haustür machen noch nicht das bessere leben. vielleicht machen sich ja jetzt die menschen rund um die große bergstraße mobil und verhängen so etwas wie ein mieterhöhungsmoratorium. es wäre ihnen zu wünschen.°°° das projekt „zuflucht“ ist ein gerade eröffnetet haus für mädchen und frauen, die nicht zwangsverheiratet werden wollen. wer dorthin möchte:“Betroffene können sich unter Telefon 22622627 (10 bis 22 Uhr) bei der Hotline melden oder bei den Beratungsstellen i.bera und LALE unter (0174)1507709.“ °°°die spd möchte zusammen mit der gal clubs stärken und denkt ein bisschen nach°°° der staat fühlt sich durch die attacken auf die lerchenwache in seinen grundfesten angegriffen und reagiert mit der vollen kraft der strafverfolgunsapparatur.°°°über die geschichte des frappant-gebäudes und den stand der entwicklungen lässt sich in der telepolis lesen°°°