stadtnachrichten montag 25.01

der fussballkram in südafrika ist umstritten. kritiker sind dafür, das geld eher in die versorgung der ärmsten in den benachteiligten stadtteilen der städte zu stecken, anstatt ein gigantisches stadium zu bauen.°°°

am 30.1 wird in berlin gegen mieterhöhungen demonstriert.°°°auf radiofritz gibt es einen beitrag zur liebigstraße, deren anti-räumungsfestival bald anfängt°°° grünenpolitiker finden, dass berlintouristen jetzt mal gebühren zahlen sollen°°°der tagesspiegel diskutiert, wie man die segregation los werden kann°°°die taz öchte gerne wissen wie man gegen mietensteigerungen vorgeht. und attestiert der spd mangelnde handlungsfähigkeit°°°

der soziologenblog schreibt, dass in der wiener zeitung über gentrifizierung geschrieben wird. °°° der freitag hingegen berichtet über ein ehemaliges amüsierviertel in wien°°° für ganz österreich gilt, dass es in einer gewerbeimmobilienkrise steckt°°°
dafür entwickelt sich die gesamteuropäische immobilienwirtschaft aus der krise heraus.°°°

einen umgang mit der schlechten lebensmittelversorgung auf dem land, versuchen menschen in vettweiß zu finden. dabei werden twitter und die methoden der food-coop verbunden.°°°

es gibt immer noch keine erhohlung auf dem wohnimmobilienmarkt in den usa°°° statt dessen schlägt ein us-amerikanischer wirtschaftsdozent vor, überall in der „dritten“ welt städte nach deutschem vorbild zu bauen. also sowas wie gütersloh in abu dabi? das scheint mir bizarr°°°

in köln gibt es eine bettensteuer für hotels, in oberhausen eine sexsteuer und in fürth werden goldbarren in euros gewandelt, damit die kommunen ihren aufgaben nachgehen können. die auswirkungen der wirtschaftskrise auf das alltagsleben in der bundesrepublik zeichnen sich also nach und nach deutlicher ab.°°° in troisdorf sind bürger gegen eine giftmülldeponie in ihrem wald°°°

nach und nach verschwanden in frankfurt die sitzbänke und die idee liegt nah, dass es sich bei diesem schwund um eine „intuitive architektonische“ strategie handelt, um mit dem „problem“ der sichtbarkeit von obdachlosen keine direkte auseinandersetzung eingehen zu müssen.°°° vielleicht wird das in zukunft anders, denn bald sollen die bürger der stadt über die verwendung der städtischen budgets mitentscheiden dürfen°°° und die kreativen werden vom magistrat ab demnächst mit arbeitsorten versorgt.°°°

in düsseldorf verschwindet ein parkplatz°°° der bund verkauft einen übungsplatz°°°und die ganze stadt, die sich, so wie hamburg, als unternehmen sieht ist 97 Millionen Euro wert, fragt sich nur für wen. ich würde den früheren „dschungel“, das „limelight“ und den „irish pub“ nehmen. °°°

in zürich wird eine alte gleisanlage zum park gewandelt°°°°

verdi kritisiert die hamburger sparpolitik°°°°die elbdisharmonien schlagen kleine wellen°°° die mopo bezeichnet einen hamburg-eppendorfer als krawall-tourist weil er auf beim schanzenfest, also in altona, wütend war. wie geht es damit wohl weiter, darf man sich demnächst nur noch politisch äußern, wenn es um die straße geht, in der man zufällig wohnt und ansonnsten ist man halt nicht betroffen und agiert nur aus lust an der destruktion?°°° die altonaer bevölkerung möchte lieber ikea als ein künstlerhaus. also lieber eine billig-kette als die kreativwirtschaft. auch mal interessant.°°° wird das lettow-vorbeck-quartier in jenfeld doch gebaut? auf jeden fall reissen sie schon mal die kaserne ab.°°° thalia-intendant redet über finanzielle misstände in der hamburger kulturpolitik°°°auch in harburg wollen die anwohner keine neue hochhäuser mit büros und gastronomie. die zeit für emporragende architektInnenträume scheint wohl mal vorbei. die zeit für top-down-stadtplannung mit ein bisschen partizipationsgarnitur auch.°°° was es für das erleben der eigenen geschichtlichkeit und raumverbundenheit bedeuteten kann, wenn sich ehemalige wohnviertel in publikumsmagneten verwandeln wird in diesem text über schanze schön beschrieben°°° „hände weg vom isebek“ brauchen unterschriften für ihre partizipationskraft°°°ib berlin wird über die hamburger entwicklung des letzten jahres diskutiert°°° einen begeisterten bericht mit fotos und links, über die vorstellung der studie „kreative milieus und offene räume in hamburg“ kann man hier lesen. bei all der begeisterung scheint übersehen zu werden, dass es nicht zu mehr sozialer gerechtigkeit führt, wenn hamburg nun die künstler als wirtschaftsfaktor begreift. °°°