im rahmen des „recht auf stadt“-kongresses fanden mehrere workshops in der galerie genscher, markstr 138 im hamburger karolinenviertel statt. nun bekommen wir von mehreren seiten zu hören, dass die betreiberInnen der galerie von der „sanften stadtentwicklunggesellschaft“ steg ärger (welchen genau ist noch nicht berichtet worden) bekommen haben, weil sie laut vertrag „keine politischen“ versammlungen an diesem ort haben dürften.

wo die grenze zwischen politik und kunst verläuft scheint die steg hier genauer zu wissen, als der rest der stadt: ist doch spätestens seit park-fiction, not in our name, tetrapack, no-bnq, gängeviertel und so weiter und so fort gerade die hamburger kunstszene eine, die städtische politiken als ihr sujet begreift und teilhabe gegen partizipation stellt.

auch die gegenseite, die partizipierlasser haben mit „subvision“, „dockville“ und nicht zuletzt der „iba“ die grenze zwischen kunst und stadtpolitik aufgehoben. nicht so die steg. nun steht zu befürchten, dass die versammlung von anwohnerInnen, die sich auf multidimensionalen wegen selber an der entwicklung des karoviertels beteiligen wollen, in dem sie eine genossenschaft denken, nicht in der galerie stattfinden kann.
ps: einen tag später konnten wir aus den logfiles, also der blogstatistik entnehmen, dass die steg mitliest: So geht es nicht mit der partizipativen Stadtentwicklung.
1 Antwort auf „2quellengerücht: steg verbietet einer galerie politische betätigung“