netzstreifzug karolinenviertelzentriert

der „endbericht zur voruntersuchung für eine soziale erhaltensverordnung auf st pauli“ ist im netz verfügbar zum karolinenviertel liest man dort unter anderem :

Das zum Untersuchungsbereich gehörende Karolinenviertel ist nicht direkt an das Gebiet St. Pauli- Nord und St. Pauli-Süd angebunden und hat damit eine Insellage. Historisch betrachtet ist das Karolinenviertel ein klassisches Wohnviertel, das durch zahlreiche Gewerbebetriebe (Schlachthof, Heizkraftwerk und Messe) und das Heiligengeistfeld umgeben ist. Die starke Geruchs- und Lärmbelästigung wirkte sich negativ auf die Attraktivität des Viertels aus. Dieses wurde aus diesem Grunde früher fast ausschließlich von den Arbeitern der umliegenden Betriebe bewohnt. Aufgrund
der Messeerweiterungsplanungen, für die das Karolinenviertel ursprünglich weichen sollte, wurde das Gebiet in den 1970er Jahren städtebaulich vernachlässigt. Anfang der 1980er Jahre sah man jedoch wieder einen Bedarf an innerstadtnahem Wohnraum. Seit 1988 handelt es sich um ein förmlich festgelegtes Sanierungsgebiet (St. Pauli-Nord S3), das voraussichtlich 2012 auslaufen wird. Das Karolinenviertel hat sich in den letzten Jahren auch zu einem Szeneviertel entwickelt.

wer es noch nicht gelesen hat findet hier das gutachten zum musik-standort st.pauli und die argumentation für eine musikhalle auf dem real-gelände. hoffentlich ein veraltetes dokument.

ein „gebietssteckbrief“ fürs karolinenviertel vom 1.3. 2008 verrät zum beispiel folgendes:

Das Karolinenviertel gehört zu den überkommenen, relativ unzerstörten Mischgebieten der inneren Stadt, die in den 60er Jahren nicht mehr Anschluss fanden an das allgemeine städti-
sche Entwicklungstempo. Bis etwa 1990 werden neben der Vernachlässigung von Bausub-
stanz, Defiziten in der sozialen Infrastruktur und Stellplatzproblemen als wesentliche Pla-
nungsprobleme benannt: Grundstücksspekulation, Abwanderung von Bewohnergruppen bei
insgesamt hoher Fluktuationsrate und einem rapide wachsenden Ausländeranteil. Ab 1990
treten verstärkt komplexere strukturelle Probleme in den Vordergrund, bei insgesamt erhöh-
tem Konfliktpotential wegen Erwerbslosigkeit, Obdachlosigkeit, illegalem Drogenhandel/-
konsum, Integrationsproblemen, Vermüllung.

hier das „erneuerungskonzept“ der steg fürs karolinenviertel

ein sammelsurium zur geschichte des karolinenviertels und zur weiteren entwicklung gibts bei „regulate gentrification“