zum beispiel gibt es jetzt schon einen blog. der sich „MieterInnengenossenschaft Karolinenviertel“ nennt. uns scheint das ein bisschen vorwitzig, denn sicher werden sich weder steg noch stadt das viertel so leicht aus der hand nehmen lassen, aber eigentlich gefällt uns das recht gut. denn schließlich wurde sich das viertel von denen die dort wohnen schon seit den 1970 jahren wieder und wieder erkämpft und die nachbarschaften dort sind smart geworden in der zeit. wir bleiben also gespannte beobachter.
aus der wikipedia:
Als Voraussetzung für die Messeerweiterung oder die Errichtung der Kongresshalle erwarb die Freie und Hansestadt Hamburg seit den 1950er-Jahren Grundbesitz und Immobilien im Karolinenviertel. Die Verwaltung zahlreicher Mietshäuser wurde der städtischen Wohnungsgesellschaft „Freie Stadt“ übertragen, die später in der staatlichen Wohnungsgesellschaft SAGA aufging. Der Wohnungsbestand wurde – teilweise jahrzehntelang – nur sehr mäßig instandgehalten und praktisch nicht modernisiert, da nach wie vor der Abbruch drohte. Viele der alteingesessenen Bewohner und auch zahlreiche Gewerbebetriebe zogen aus dem Viertel weg und andere Mieter mit geringeren Ansprüchen an Ausstattung und Instandhaltung der – meist sehr preiswerten – Wohnungen rückten nach.Dabei handelte es sich um zwei Hauptgruppen: Arbeits-Migranten, überwiegend aus Süd- und Südost-Europa, der Türkei und den Mittelmeerländern, und jüngere Leute, meist Studenten und Schüler, die keine teuren Mieten bezahlen wollten oder konnten. Bei beiden Gruppen glaubten Wohnungsverwaltung und Stadtplanung, dass sie nur wenige Jahre im Quartier verweilen und einem Umzug oder einer Umstrukturierung kaum Widerstand entgegensetzen würden.
Die Erfahrungen im Verlauf der sanierungsvorbereitenden Untersuchungen der 1970er-Jahre und der fortschreitenden Modernisierung und Umstrukturierung waren dann jedoch andere, so dass sich die meisten Abbrüche nicht durchsetzen ließen.