stadtnachrichten mittwoch 15 dezember

eine karte der kommunalen kürzungen in england findet sich hier°°°

in griechenland gibt es generalstreik und es sind für heute einige demonstrationen angekündigt°°°

in rom kam es gestern zu sponanten wütenden demonstrationen gegen die regierung berlusconi. dieser hatte gestern ein misstrauensvotum unbeschadet überstanden°°°

in europa fehlen rund 50.000 frauenhausplätze

Das Frauenrechtsnetzwerk WAVE hat nun für 2010 einen Länderbericht vorgelegt, der auf der Empfehlung des Europäischen Parlaments, einen Frauenhausplatz pro 10.000 EinwohnerInnen bereitzustellen, basiert. Dafür wurden 45 Europäische Länder analysiert: 23.415 Frauenhausplätze sind vorhanden, aber 81.100 wären notwendig für 811 Millionen EinwohnerInnen. Einzig Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen und Slowenien entsprechen der Empfehlung. In Weißrussland, Lettland und Litauen gibt es keine, in der Ukraine nur drei Frauenhäuser.

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luxuswohnungen in ehemalligen industriegebieten kommen in der schweiz in mode°°°°auch in zürich wird das budget für kultureinrichtungen eingeschränkt. diesmal trifft es die tonhalle°°°in zürich ist der wohnraum so knapp und teuer, dass die stadt schon menschen mit sozialhilfeempfang in hotels unterbringt, weil es keine günstigen wohnungen zu mieten gibt°°°eine nette geschichte ist, dass beim abriss einer häuserreihe in seefeld, auf einmal ein altes haus zum vorschein kam.°°°

viele bundesdeutsche kommunen investieren wieder in stadtwerke und versuchen die privatisierungen derselben rückgängig zu machen°°°

nicht nur in stuttgart machen bahnhöfe probleme rund um den berliner haupbahnhof ist eine innerstädtische brache und diese wird in der zeit kritisiert, die art wie dort mit öffentlichen ram umgegangen wird, kann auch als worst practise für hamburg-altona und die dortigen umbaupläne dienen°°°. über nacht wurden die strassen im berliner „afrika“-viertel umbenannnt und auf plakaten über kolniale geschichte informiert°°°. s

hamburg möchte sich ein polizeimuseum leisten. richtig gelesen: in zeiten, wo das altonaer museum geschlossen werden sollte, die bücherhallen, die museen und kunsthäuser, die projekte und initiativen heftige finanzielle einbussen erleben mussten,von den kürzungen im sozial-bereich mal ganz ab, möchte hamburg nun ein polizeimuseeum eröffnen. und der blick auf die jüngste museumseröffnung der hansestadt, das militariastrotzende recht peppige aber durch und durch unkritische tamm-museuum lässt finsteres befürchten. nun stellt ein verbund hamburger geschichtswerkstätten einen aufforderungskatalog an das künftige museum den wie von dieser seite aus nur befürworten können. robert brack, krimiautor, hat sich unlängst auf fsk zu diesem museumsplan in einem interview mit re[h]v[v]o[l]lte radio geäussert. das ganze inteview, in dem es viel um stadtentwicklung, geschichte und die sozialkritischen seiten des kriminalromans geht, findet sich bei freie-radios.net°°°für zwei stunden besetzten gestern studenInnen die spd-zentrale um gegen studiengebühren zu protestieren.°°°die hochbahn plant weiter die stadtbahn, obwohl der bürgermeister dagegen ist.°°°der arbeitskreis umstrukturierung lädt zu einem spaziergang durch abholzungsgebiete in wilhelmsburg ein.°°°