Für den 1. August um 15:00 lädt die VVN BdA (Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) zur Gedenkveranstaltung „Altonaer Blutsonntag“ ein – Treffpunkt ist am im Hinterhof des Altonaer Amtsgerichtes (Eingang Gerichtstraße).
Aus dem Aufruf:
Als am 16. Juli 1932 bekannt wird, dass am folgenden Tag ein Nazi-Aufmarsch von 10.000 SA- und SS-Anhängern mitten durch Altona geplant ist, schlagen die organisierten AntifaschistInnen Alarm (…) und bereiten sich darauf vor, die BewohnerInnen des „Roten Altona“ zu schützen. (…)
Am Tag des Aufmarsches greifen die Nazis die protestierenden AnwohnerInnen an, die AntifaschistInnen setzen sich zur Wehr. Zwei SA-Männer werden erschossen, die Polizei greift ein, in einer Schießerei werden dann 16 Arbeiterinnen und Arbeiter ermordet. Es folgen Verhaftungen vieler AntifaschistInnen, die jedoch wieder freigelassen werden müssen.
Gerichtlich wird lediglich der Mord an den SA-Männern verfolgt – vor einem faschistischen Sondergericht und unter Zuhilfenahme gefälschter Beweise. Die Kommunisten Bruno Tesch, Walter Möller, August Lütgens und Karl Wolf werden – obwohl ihnen keine Schuld am Tod der SA-Männer nachgewiesen werden kann – zum Tode verurteilt und am 1. August 1933 im Hof des Gerichts in Altona hingerichtet.
Vom Altonaer Blutsonntag handelt auch der neueste in der Edition Nautilus erschienene Krimi von Robert Brack: Blutsonntag.
Die Kommunistin Klara Schindler, selbstbewusste Reporterin der Hamburger Volkszeitung, hat mit einer neuen technischen Errungenschaft der Sowjetunion, einem Magnetophon, Zeugen über die Geschehnisse des sogenannten Altonaer Blutsonntags am 17. Juli 1932 befragt. Sie will die Aussagen möglichst genau dokumentieren, um damit die Lügen der Hamburger Polizei, der preußischen Behörden und der Presse über die Straßenkämpfe zwischen SA und Kommunisten aufzudecken.
– Ich habe ihn bislang nur angelesen, aber er scheint mir sehr geeignet, ihn schon jetzt weiterzuempfehlen. Er spielt im Gängeviertel, die Hauptperson ist besagte Klara – was mir sehr gefällt, sind doch nach wie vor die Protagonisten in Romanen wie auch in Krimis zumeist Männer – Frauen nehmen die Rolle der Geliebten, Mutter, … ein (So auch in Benioffs Bestseller „Stadt der Diebe“, welches ich jüngst in einer Bahnhofsbuchhandlung erstand – mangels Krimi in der Tasche und eine gute Zeitschriftenauswahl in den Bahnhöfen vermissend).
Demnach sei empfohlen: kommen – zur Gedenkversanstaltung – und lesen (gute Bücher).