„Die Music Hall wird durchgeboxt“

so die zusammenfassung eines beitrags, der in gänze bei rechtaufstadt.net nachgelesen werden kann.
um den stand der dinge auch hier kurz zu notieren:

am montag fand die präsentation der entwürfe für die umgestaltung der rindermarkthalle (ex-real) neben der u-bahn-station feldstaße statt, bei der 6 architekturbüros ihre pläne vorstellten: totz vorheriger proteste der anwohner_innen, die sich gegen die dort (von wem eigentlich zuerst in die disksussion gebrachte?) geplante „St. Pauli Music Hall“ aussprachen, war eine music hall offensichtlich in allen entwürfen teil des plans.
eine ziemlich unverschämtheit, erinnert man doch noch, dass die auftaktveranstaltung ur beplanung des geländes im april von bezirksamtsleiter schreiber selber abgebrochen worden war, da er nicht mit dem protest der anwohner_innen, die forderten, selber das gelände zu beplanen, umzugehen wusste. sein ansinnen war, dass die anwohner_innen doch endlich mal die experten zu wort kommen lassen sollten.
um den anwohner_innen den wind aus den segeln und herrn schreiber wieder mehr luft zum reden zu geben, fanden die planungsworkshops in vermutlich eher illustren, übersichtlichen runden statt: um vorherige anmeldung wurde nicht nur gebeten, sondern sie war voraussetzung, man solle sich außerdem bitte etwas vor der zeit am messegelände einfinden, wegen der anmeldeprozedur, desweiteren scheinen mir workshoptermine mitten in der woche von halb 9 bis 4 nicht dazu geeignet, möglichst vielen menschen zu ermöglichen, daran teilzuhaben. nundenn, die zeitpläne und protokolle der beiden workshops lasen sich so, dass bereits jeweils pläne der architekturbüros vorgestellt wurden, nicht aber, was ja der eigentliche plan bei einem offenen workshopverfahren sein könnte, ging es arum, überhaupt erstmal interessen der nachbarschaft auf den tisch zu bringen.
das ergebnis ist nun da: das, was im offenen verfahren als eine möglichkeit benannt wurde, ist nicht nur das, nach dem die zuständige gmbh benannt wurde, sondern auch das, was im ergebnis rauskommt: eine st. pauli music hall.

da wünscht man sich, dass doch nochmal einige zu schaufel greifen und sich, à la kopenhagens „garden pa en nat“, ein innerhalb von einer nacht vom parkplatz zum park verwandelten grundstück, den platz des marktes nehmen.
um für diesen platz zu sagen:

kühe statt konzerte
birnen statt bands
mus statt masse
stadtteiltreff statt stadtmarketing


1 Antwort auf „„Die Music Hall wird durchgeboxt““


  1. 1 Administrator 02. Juli 2010 um 18:04 Uhr

    kartoffeln statt kooptation
    pinguine statt pseudopartizipation

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