Alternativen am Elbufer eG
St. Pauli Hafenstr. 110 20359 HH
An die Nachbarschaft, Köhler & von Bargen, Redaktionen, Bezirksamtleiter,
BSU und weitere Wohnprojekte und Genossenschaften
Angewandte Nachbarschaft
Ein Kommentar des Vorstandes der Genossenschaft Alternativen Elbufer
Samstagnacht, am 29.5.2010 haben ab Mitternacht Nachbar_innen, viele Wochenendgäste und heimkehrende Nachteulen vom St. Pauli-Konzert einen Eindruck von den Räumlichkeiten des ehemaligen Erotic Art Museum bekommen. Eine aufgebrochene Tür mit Musik hat diese Begehung möglich gemacht. Danke schön.
Nachdem die Bebauungspläne für das Bernhard-Nocht-Quartier doch nicht einfach mit einem großen Scheck zu vermeiden waren, sind wir froh, dass die Pläne für eine quartiersfreundliche und urbane Stadtentwicklung weiter verfolgt werden.
Als Genossenschaft mit Auftrag für geringe Mieten, Selbstverwaltung und Mitbestimmung liegt uns sehr daran, dass das auch in unserer unmittelbaren Nachbarschaft möglich ist. Die zuständigen Politiker_innen in Bezirk und Senat sehen wir dafür mit in der Verantwortung. Die Räumung der Party mit einem martialischen Polizeiaufgebot oder das Verbot des St.Pauli – Anwohner_in und Fanfestes im Bezirk Mitte ist die falsche Haltung. Wir kennen auch als Genossenschaft Konflikte mit Behörden. Nach mehreren Jahren Duldung von 2 Bauwagen an der St. Pauli-Hafenstraße stören sie plötzlich in der Amtsstube und sollen weg. Eine andere Wohnungsbau- und Stadtentwicklungspolitik kann hier und heute beginnen. Dafür braucht sich niemand hinter Sicherheitsszenarien und Vorstudien für soziale
Erhaltenssatzungen verstecken.
Wir haben mit dafür gesorgt, dass andere Entwürfe von Wohnen, Stadtplanung und gesellschaftlichem Leben einen Platz in der Stadt finden. Die Genossenschaft Alternativen Elbufer stammt aus einer 15-jährigen Geschichte, die irgendwann 981 mit einer Besetzung begann. Hoffentlich benötigen die heute Verantwortlichen weniger Zeit, sich darauf einzulassen.
Dazu bedarf es wenig. Stadt- und Quartiersentwicklung brauchen einfach Gestaltungsmöglichkeiten, in dem gute Ideen, intelligente Pläne und lokales Wissen einen Platz, Kredit und eine Chance haben. Die Bedingungen dafür existieren in Hamburg. Wir fordern alle Interessierten in der Stadt auf sich dafür einzusetzen, dass Initiativen wie No BNQ nicht an
mangelndem Geld oder fehlendem politischen Willen scheitern.
Noch ein Wort an die Adresse der Investoren Köhler und von Bargen. Viele Nachbar_innen haben nach Samstagnacht spontan Gefallen und Nutzungsideen für die Räumlichkeiten über die bereits bekannten Pläne hinaus formuliert. Wir hoffen, dass Sie dafür aufgeschlossen sind und sich Zeit nehmen, um eine andere Lösung der Eigentums- und Nutzungsfragen zu ermöglichen.
Mit freundlichen Grüßen
für die Genossenschaft die Vorstände (namen vom admin mal entfernt, können gerne nachgefragt werden. )
Hamburg, den 03.06.10
Alternativen am Elbufer
ei nget r agene
Genossenschaf t
St. Pauli Hafenstr. 110
20359 Hamburg
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