Kein Wunder in Sicht
NoBNQ kann den Konflikt um das Bernhard-Nocht-Quartier nicht wie geplant auf dem Weg eines Kaufangebots lösen. Der Grund: Ein uns in Aussicht gestellter privater Großkredit kommt nicht zustande. Das Wunder fand nicht statt – das politische Problem bleibt.
In den letzten Wochen hat sich NoBNQ darauf konzentriert, das „Bernhard-Nocht-Quartier“ durch den Kauf des gesamten Geländes zu übernehmen. Eine dauerhafte genossenschaftliche Lösung schien bereits zum Greifen nah, da der Nachbarschaftsinitiative von privater Seite günstige Kredite in ausreichender Höhe in Aussicht gestellt worden waren.
Wir bedauern, dass das nicht geklappt hat.
Wir fragen: Kann es angehen, dass die Lösung sozialer Probleme, die eine an Investorengewinn orientierte Stadtentwicklungspolitik verursacht hat, allein vom guten Willen vermögender Privatmenschen abhängt?
Trotz des sehr hohen Zeitdrucks ist es NoBNQ gelungen, ein tragfähiges Finanzierungskonzept zu entwickeln, auf dessen Basis wir weiterarbeiten. Über einen Kredit mit 3 % Zinsen lassen sich die Häuser und das Gelände dem Spekulationsmarkt entziehen und Eigentumswohnungen verhindern.
Unser soziales und selbstverwaltetes Gemeinschaftsmodell bekommt derzeit außergewöhnliche Unterstützung: aus der Nachbarschaft, von Firmen, von Genossenschaften, von politischen Initiativen und von Privatpersonen, die sich finanziell, fachlich und persönlich engagieren.
Unser Ziel hat sich nicht geändert.
Der politische Konflikt ist ungelöst.
Das Modell der Investoren wird keine Zukunft haben!
No BNQ!