musikmetropole hamburg zur musikhall

wenn ich das schon wieder lese „die halle soll ein leuchtturm für das viertel werden“ wie karsten jahnke sagt. als ob die elbphilharmonie mit ihrem schuldendesaster und das öde tammmuseum mit seiner militärverherrlichung nicht schon leuchttuerme genug wären. außerdem könnte diese leuchtturmpolitik endlich mal wieder zugunsten breit angelegter instiutioneller förderung von sinnvollen dingen wie sozialen und kulturuellen einrichtungen mit breiten- oder tiefenwirkung geändert werden. nieder mit der höhe. runter mit den türmen.

mit dank an den verteiler:

musikmetropole

Die Musikmeile Reeperbahn ist legendär, zahlreiche Clubs haben hier ihre Heimat, das Reeperbahn Festival lockt alljährlich tausende von Fans. Nun werden in Kieznähe Pläne für eine neue St. Pauli Music Hall diskutiert, die mit einem Fassungsvermögen zwischen 2500 und 4000 Besuchern eine ideale Ergänzung zu den vorhandenen kleineren Spielstätten und Clubs auf der Reeperbahn wäre. Sie hätte genau die richtige Größe zwischen Fabrik und Docks (jeweils 1500 Besucher) und Alsterdorfer Sporthalle (7000 Plätze) oder gar Color Line Arena (11.000 Plätze) und entspräche einer „mittelgroßen Konzerthalle für Popmusik“. Standort der „St. Pauli Music Hall“ wäre ein Areal an der Feldstraße, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Musikzentrum Karostar und dem Medienbunker, in dem unter anderem der Szene-Club Übel + Gefährlich, das Internet-Radio Byte.fm oder die Formation „Weisser Rausch“ beheimatet sind. Die Reeperbahn ist nur wenige Minuten entfernt, ebenso das Karo- und das Schanzenviertel, wo viele Musiker und Kreative leben und arbeiten. Auf dem ehemaligen Schlachthof-Gelände, das der Stadt Hamburg gehört, befindet sich derzeit ein Supermarkt, dessen Mietvertrag im Dezember 2011 ausläuft. Danach könnte nach dem erklärten Willen einiger Politiker und einer Gruppe von Hamburger Konzertveranstaltern das bisherige Gebäude abgerissen werden. Zu den Befürwortern zählen unter anderem Konzertveranstalter Karsten Jahnke und Leif Nüske vom Mojo Club. Um dem lebendigen Musikstandort Hamburg an dieser erstklassigen Adresse neue Impulse zu geben, sollen sich die Aktivitäten dort nicht nur auf Abende und Nächte beschränken. Denkbar sind ein Restaurant, Ticket- und Merchandise-Shops sowie eine Probebühne. Außerdem wird über einen Club mit 300 Plätzen nachgedacht. „Diese Halle soll ein Leuchtturm für das Viertel werden“, erklärte Karsten Jahnke im „Hamburger Abendblatt“. Im Idealfall könnte die „St. Pauli Music Hall“ schon im Spätsommer 2012 eröffnet werden, hoffen die Befürworter aus der Musikbranche, pünktlich zum Beginn des alljährlichen Reeperbahn Festivals.


1 Antwort auf „musikmetropole hamburg zur musikhall“


  1. 1 Twitter Trackbacks for musikmetropole hamburg zur musikhall « from town to town [blogsport.de] on Topsy.com Pingback am 29. April 2010 um 14:12 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.