stadtnachrichten mittwoch 17.3.2010

eine auswirkung der wirtschaftskrise und dem schwindenden vertrauen in die finanzmärkte scheint zu sein, dass vermögende privatleute immer mehr in immobilien in „bester“ lage investieren°°°

in bochum gibt es eine initiative gegen den bau eines konzerthauses. die sich beteiligenden gehen davon aus, dass ein palast der hochkultur nur wenigen leuten direkt etwas bringt und die gelder besser in den ausbau breiterer strukturen fliessen könnten.°°°

kommunalpolitiker wollen gebühren für google-streetview-vermessungen erheben°°°

in düsseldorf regt sich ein verein mit dem obskuren namen „Anwohner Schutz Düsseldorf“ über den entstehenden Lärm durch die jährliche große krimes auf. nicht jede anwohnerInneninitiative ist zwangsläufig emanzipatorisch, klingt es direkt bei mir im kopf°°°eine kunstsammlerin hingegen brauchte erst gar keine initiative sie hat sich alleine erfolgreich gegen einen bebauungsplan gewehrt.°°°

die berliner invalidenstr. soll umgebaut werden und die anwohnerInnen machen deutlich, dass sie für weniger autos und mehr straßenbahn sind°°° die verlängerung der autobahn die dann von neukölln nach treptow weiterführen sollte, steckt in der schwebe, da sich die regierenden parteien nicht sicher sind, ob sie das projekt wirklich wollen.°°°in lichtenberg hat
gestern nacht ein auto gebrannt°°°an mehreren berliner gymnasien ist zu beobachten, dass es anscheinend schulpolitik wird, klassen ethnisch aufzuteilen.°°° die polizei findet aggressionen ihnen gegenüber bei räumungen unbegründet, da sie ja „nur gerichtsbeschlüsse“ durchsetzen würden°°° einen kommentierten bericht über das grünen-treffen zu mietenpolitik findet man hier°°°

die wiener tageszeitung standard schreibt,am beispiel der lobau, dass brücken viel billiger sind als tunnel. für tunnel aber spricht, dass sie die landschaft nicht zerstören.°°°wie der westgürtel nun endgültig aussehen soll, wird anhand von projektskizzen im standard dargestellt und in den kommentaren diskutiert°°°

der europäische gerichtshof für menschenrechte hat entschieden, dass die behandlung von roma-identifizierten schülern in kroatien gegen die menschenrechte verstösst. die schüler werden/wurden in klassen gesteckt, die nur für roma-identifizierte eingerichtet wurden/werden. (die bezeichnung roma-identifiziert habe ich gerade aus der not erfunden ethnische zugehörigkeiten nicht als alleine-lebensbestimmende merkmale beschreiben zu wollen. falls ihr schlauere begriffe habt, bitte schreibt kommentare)°°°

in den usa treffen sich die gegner der konservativen „tea-party“-bewegung, die „coffee-party“-bewegung, ab jetzt in cafes und wohnzimmer und diskutieren darüber, was sie eigentlich von politik wollen. °°° im februar lag die arbeistlosenquote bei 9.7% und es ist kein ende der hohen arbeitslosigkeit in sicht°°°

in riga sind Waffen-SS-Veteranen aufmarschiert. der aufzug hatte ein volumen von ca. 1000 personen. dagegen demonstrierten ein paar tapfere dutzend personen. °°°

hamburgs speicherstadt museum schließt im juli und das ebenfall in der speicherstadt gelegene afghanische museum schließt heute. anscheinend findet ein recht nachhaltiger wandlungsprozess in den alten lagerhallen statt.

Seit gut zehn Jahren erlebt das historische Backstein-Ensemble einen rasanten Wandel. Zwischen Innenstadt und HafenCity gelegen, gilt die Speicherstadt zwar noch immer als größter historischer Lagerhauskomplex der Welt – doch hinter den Fassaden sind inzwischen viele neue Unternehmen eingezogen. Kaffee, Kakao und Gewürze werden längst in modernen Gewerbebauten im Hafen südlich der Elbe gelagert. Teppichimporteure, Modeunternehmen oder auch Museen sind gefolgt.

°°°der bund der steuerzahler möchte einblick in die finanzen der elbphilharmonie bekommen°°° unter dem titel „heimathafen hamburg“ macht die sozialbehörde eine umfrage, was für hamburgs bewohnerInnen „Heimat“ ist.die umfrage kostet mit ihrer verwertung zu einer studie 15.000 euro und gehört mit zum konzept von „wachsen mit weitsicht“. ich persönlich brauche ja keine heimat, ich hätte lieber eine schöne stadt mit chancengleichtheit, freizügigkeit internationaler aber auch innerstädtischer migration und der ermöglichung von heterogenen lebensentwürfen. der begriff der „heimat“ stösst für mich dagegen, denn in all seiner gemütlichkeit und heimligkeit definiert er doch das gemeinsame und dabei meist den kleinsten gemeinsamen nenner, der dann für wirtschaft und tourismus so schön kommunizirbar wird. für mich würde der begriff des „zuhause seins“ besser passen, weil zuhause ein ort ist, an dem ich mich auskenne und nach meinen möglichkeiten, die ich zu erweitern trachte, mitgestalte. °°°die spd möchte gerne, dass ab 22 uhr kein alkohol mehr verkauft werden darf. da ich krimis aus der amerikanischen prohibitionszeit mit ihren speakeasys, flüsterkneipen und swinghallen immer schon gerne mochte, kann ich die entwicklung mit rauchverbot und alkoholverbot und vielleicht auch noch buntefrisurenverbot und man könnte auch noch ballonseidenjogginganzugsverbot dazu nehmen, ganz gut. ich sehe vor meinem visionären auge leere hallen in hamm, in denen wilde geheimpartys gefeiert werden, von denen man nur über kleine essbare flyer erfährt, weil schon eine sms ein zu hohes risiko wäre. °°°sommer in hamburg sieht eine gerechtere stadt aufziehen. wir drücken die daumen°°°°