MARKE HAMBURG – NOT IN OUR NAME
WIE HAMBURG VERKAUFT WIRD – UND WO DER WIDERSTAND DAGEGEN WÄCHSTDo, 4. Februar 2010, 20.15
Kalkbreitestrasse 4Wie kaum eine andere Stadt hat sich Hamburg in den letzten Jahrzehnten als Unternehmen definiert, das sich im internationalen Standortwettbewerb profiliert. Hamburg gleicht zunehmend einer segregierten Stadt im 19. Jahrhundert; immer mehr Menschen können sich das Leben in Hamburg nicht mehr leisten. Während in „Leuchtrumprojekt“ Milliarden öffentliche Gelder gesteckt wurden, ist die Zahl der Sozialwohnungen in den letzten 15 Jahren fast halbiert worden.
Doch seit gut einem halben Jahr erreicht der Protest gegen den Ausverkauf von Hamburg immer breitere Kreise: Im Manifest „Not In Our Name“ stellen Hamburger Kunstschaffende die soziale Frage. In vielen Stadtteilen wehren sich Bündnisse gegen steigende Mieten, ein Dokumentarfilm thematisiert die Aufwertung in St. Pauli und Ende Dezember forderten an einer Demonstration rund 3000 Personen ihr „Recht auf Stadt“. Das stadt.labor diskutiert mit dem den Stadthistoriker Peter Birke und einem weiteren Gast über die Stadtentwicklungspolitik von Hamburg, die Protestbewegung und zieht den Bogen zum Schluss in die Schweiz, wo auch ein Manifest geplant ist.
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