um nicht dem aktualitätszwang zu unterliegen: hier noch mal eine bewertung des schanzenfests

aus einer antwort bei abgeordnetenwatch.
ich finde christiane schneiders auf die frage nach gewalt beim schanzenfest ganz treffend. da ich heute schon zwei verweise auf frau schneider gemacht hat hier noch eine art politischer disclaimer: „die linke“ als partei ist mir aufgrund von lafontaine und konsorten nicht angenehm. auch die betonung von der „schaffung von arbeitsplätzen“ als lösung für alle gesellschaftlichen problemlagen befremdet mich. mehr umverteilung gesellschaftlichen reichtums würde eher meine linie treffen.

abgeordnetenwatch.de: Christiane Schneider

das Schanzenfest hatte gerade in diesem Jahr einen ausgesprochen politischen Charakter. Es richtete sich gegen die Umstrukturierung des Schanzenviertels, die dazu führt, dass preisgünstiger Wohnraum verschwinden, Wohnungen luxussaniert und z.B. in Eigentumswohnungen verwandelt werden, dass Menschen, die sich Luxuseigentumswohnungen oder superteure Mietwohnungen nicht leisten können, aus dem Viertel verdrängt werden, dass kleine Geschäftsleute, die z.T. seit ewigen Zeiten dort ansässig waren, aufgrund horrender Mietsteigerungen ihre Geschäfte aufgeben müssen und Geschäfte dort einziehen, die sich an eine bestimmte geldschwere Klientel richten, für die das Viertel damit noch lukrativer und anziehender wird usw.usw. Hier ist eine Spirale in Gang gesetzt, die man aus anderen Stadtteilen Hamburgs und aus allen Metropolen der Welt kennt. …