Skurril erscheint mir ein heutiges Expetern-Interview zur Frage „Wer gründet Bürgerinitiativen?“. Offensichtlicher Anlass: die konträr ausgerichteten Initiativen Pro-Ikea und Kein-Ikea-in-Altona. Thomas Kliche, Psychologe für politische Psychologie an der Universität Hamburg, weiß die Antwort: „Leute, die erfahren haben, dass sie ihr Leben und ihre Umwelt gestalten können.“ Klingt doch gut.
Sieht er aber anders, da dies eine „wachsende Ungleichheit“ in der Demokratie nähren würde, denn nur Menschen aus wohlhabenden Stadtteilen organisiereten sich. Außerdem
wehren sich viele Initiativen gegen politische Entscheidungen, die zumindest in der Theorie im Sinne der Mehrheit gefällt werden.
Und nun?
Vielleicht keine weitere Initiative gründen, aber auf jeden Fall für das Recht auf Stadt auf die Straße gehen. Und die Stadt selber und mit anderen gestalten. wer sollte es sonst tun?