stadtnachrichten: di.24.11

einer wachsenden zahl von hausbesitzern in den usa droht der verlust ihrer häuser°°°
die fdp will immer noch das mietrecht gravierend verändern. die berliner regierung versucht dagegen zu steueren.°°°
auch die architekturzeitschriften entdecken die boheme für sich°°°

in hamburg steigen die mieten um 3,6% in den letzten zwei jahren, was von senatorin hajduk als „langsamere steigerung“ aufgefasst wird. das ist besonders drollig, wenn man im vergleich dazu liest, dass der tagesspiegel die berliner mietensteigerung von 2.6 prozent als „deutlich“ beschreibt und die rot-rot regierung die steigerung als ein problem auffasst, dem sie begegnen muss. auch die grünen in berlin tuten ins soziale horn, anders als in der hansestadt. dabei behaupteten noch gestern die immobilienwirte berlins, dass sich an den mieten nicht viel geändert habe, weil die branche durch die wirtschaftkrise heftig getroffen sei°°° in hamburger gibt es nicht nur den, wie oben verlinkt offiziellen mietenspiegel, der am montag erschien, sondern auch noch den alternativen, der von der arbeitsgruppe „recht auf stadt“ herausgegeben wird. hajduk sagt in einem mopo interview „die hafencity ist nicht nur für reiche“ vielleicht sind dort die mietpreise noch in ordnung und wir die künstlers ziehen nicht nach berlin sondern in die hafencity um ihr ein wenig flair zu verleihen? immerhin wird es da mindestens 20 sozialwohnungen geben. °°°die künstler aus dem frappant in hamburg altona werden das gebäude nicht verlassen. sie akzeptieren die kündigung nicht. °°° die gängeviertelinvestoren hanzevast hingegen akzeptieren den runden tisch nicht.°°° die burschenschaften dürfen nicht in der handwerkskammer feiern. das sie da überhaupt buchen durften finde ich schon den hammer. °°° in hamburg und berlin laufen jetzt die autozündeleien koordiniert ab. anscheinend gibt es mehrere gründe für leute, das zu tun. die einen tuns gegen die aufwertung der stadtteil, die anderen weil sie die teuren autos einfach nicht sehen können, die nächsten wegen der militärpolitiken, an denen auch die post beteiligt ist, wiederum andere wegen der energiepolitik und so weiter und so fort. das scheint ein breites spektrum zu sein°°° die studenten in hamburg besetzen noch mehr gebäude, in leipzig wird heute anläßlich der hochschulrektorenkonferenz demonstriert und überhaupt sind recht viele unis in recht vielen ländern gerade besetzt.°°° auch die hamburger architekten melden sich jetzt nachhaltig zu wort und lassen es nicht nur bei ihrem offenen brief stehen.°°°
in oberhausen gibt es mit der generationen-galerie ein kaufhaus, das auch auf die bedürfnisse von älteren menschen ausgerichtet ist. die düsseldorfer senioren fordern das jetzt ebenso. °°°
zürich will mit acht handlungsleitlinien eine attraktive wohnstadt für alle sein. zum beispiel durch solche maßnahmen:

Die Stadt kauft auch in Zukunft Land für den genossenschaftlichen Wohnungsbau sowie Liegenschaften zur Bereitstellung von kommunalem Wohnraum. Damit soll ein Anteil von mindestens 25 Prozent gemeinnütziger Wohnungen am Gesamtbestand gehalten werden.

dabei kann man den zürichern nun wirklich nicht vorwerfen die vorhut der antikapitalistischen aktion zu sein und nicht begriffen zu haben, dass sich „viertel einfach wandeln“ wie rösner, seines zeichens geschäftführer der privatisierten steg einmal in einem des ndr den „natürlichen“ gang der gentrifizierung beschrieb.°°°
in berlin soll die blumenschau auf dem tempelhof gelände wahrscheinlich 50.000 000 euro für 170 tage ausstellungsdauer kosten. witzig, da wird es dann auch gleich ganz natürlich, dass sicherlich dafür eintritt genommen werden muss, weil in berlin ja die kassen leer sind. scheint mir eine berliner leuchtturmnummer zu sein.°°°
essen versucht mit einkaufcentren in der städtekonkurrenz zu punkten. und das während die mieter höchst unzufrieden sind.°°°
während hessen jetzt zebras zählt, um noch als kreditwürdig zu gelten.°°°
der städtetag versucht an budgets zu retten, was noch zu retten ist°°°
köln nimmt sich hamburg als vorbild und versucht sich jetzt auch mit filmchen weltweit gut darzustellen.