Kuschelkurs hat es vollbracht: Gängeviertel gerettet!

anscheinend kauft die stadt jetzt wirklich das viertel zurück. verrückt. und das centro sociale hat seinen wettbewerbszuschlag. bin gespannt, wie es nun mit der bewegung weiter geht, denn es gibt noch keine einzige sozialwohnung mehr. die mieten in st.pauli sind nicht gesunken, höchstens steigen dort die autoversicherungen. und wenn jetzt die steg, die als einer der möglichen zukünftigen akteure im gängeviertel gehandelt wird, das gebiet entwickelt, dann sieht man ja an den letzen jahren in der schanze, im karolinenviertel und neu auch in altona, wohin das führen soll: zu einem einheitsbrei von „flagstores“ und Bars, garniert mit ein paar Restkreativen, die dem Viertel dann den „Flair“ verleihen sollen. Die Schanze ist ja inzwischen zu einem Ort geworden, über den nicht orginelles mehr zu schreiben ist. Außer vielleicht Schulaufsätzen ala „Als ich mal blau machte und einen Milchkaffee gegenüber der Flora trank“. Ich frage mich die ganze Zeit, ob es nicht ganz im Sinne der Stadt wäre, die Flora in Plexiglas zu giessen und als versteinertes Andenken an die wilden Zeiten zu pflegen. Im Sommer half ich einer Touristin weiter, die aus ihrem bürgerlichen Reiseführer erst den Mont-Blanc-Komplex:
„Wo ist denn hier der Mont-Blanc?“
„Dein Navi hat sich vertan, der ist in Frankreich.“
und dann die „Rote Flora“ sehen wollte.

Gängeviertel gerettet!

Stadt und Investor offenbar über Rückkauf einig / Hamburg will drei Millionen lockermachen Offen ist jetzt Was passiert mit den Künstlern? / Architekten fordern Erhalt der Ateliers