»Das Problem der illegalen Migration hat höchste Priorität«, sagt uns Filippos Constantinides, der Chef der Einheit in Limassol, »aber wir haben viele Aufgaben, auch Search and Rescue.« Darauf sind die Männer besonders stolz. Georgios deutet auf seinen muskulösen Kollegen: »Das ist unser bester Taucher, er hat erst neulich wieder im Sturm gekenterte Segler weit draußen aus dem Meer gezogen.« Was mit den illegalen Migranten passiere, wenn sie in ihren kleinen, oft überfüllten Booten gefunden würden? Werden die auch aus dem Meer gezogen und gerettet? »Wenn sie in zyprischem Hoheitsgewässer aufgegriffen werden, sind wir für sie verantwortlich, sie bekommen Wasser, Essen, Erste Hilfe und werden zu den Migrationsbehörden an Land gebracht«, erklärt einer von Constantinides’ Männern. »Wenn sie außerhalb unserer Hoheitsgewässer sind, verhindern wir, dass sie in sie einfahren«, sagt er. »Dann informieren wir die anderen EU-Länder, um sie zu warnen, dass illegale Migranten unterwegs sind.« Solche Kooperation läuft teils direkt über die EU, teils über die Grenzschutzagentur Frontex. »Morgen kommt wieder jemand von Frontex, um drei Wochen mit uns zu arbeiten«, sagt der Polizist. »Frontex hilft uns beim Erfahrungsaustausch zwischen den EU-Staaten.«