Comments on: Raum produzieren. Lefebvre # stricken III http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/ ordinary things Thu, 22 Jul 2021 16:38:43 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: RECHT AUF STADT. DIE PARADE « No-BNQ http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-2614 Sun, 16 Jan 2011 16:26:50 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-2614 [...] *from town to town* Raum produzieren # Lefèbvre stricken III Ein Bild einer Machtdemonstration, 18.12.09, nahe Hamburger Gänsemarkt: Über 3.000 Menschen stehen auf der Straße und sind Teil der Recht-auf-Stadt-Parade. Die Temperatur: Minus 8 Grad. Es schneit. http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/ und http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/ [...] […] *from town to town* Raum produzieren # Lefèbvre stricken III Ein Bild einer Machtdemonstration, 18.12.09, nahe Hamburger Gänsemarkt: Über 3.000 Menschen stehen auf der Straße und sind Teil der Recht-auf-Stadt-Parade. Die Temperatur: Minus 8 Grad. Es schneit. http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/ und http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/ […]

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by: Blindfeld trifft Free Style. Lefebvre # stricken II « from town to town http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-2045 Fri, 15 Oct 2010 16:03:28 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-2045 [...] Teil 3: Raum produzieren [...] […] Teil 3: Raum produzieren […]

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by: paula zucker http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-99 Sun, 20 Dec 2009 16:29:35 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/#comment-99 erst mal schnell antworten zur fabrik: also da ertappe ich mich doch wirklich bei einer unangenhemen eigenschaft: der meinungswechselei. gestern habe ich noch äußerst überzeugt vertreten, dass ich die fabrik kein vorbild finde, weil sie stinkt, weil ich fordismus nicht mag, weil sie alles auf seine renditmaximierung hin zu schneidet und so weiter und so fort. nun will ich sie aber doch verteidigen einmal als realen ort und einmal als metapher. als realer ort, ist sie auch ein ort der frauen. ich habe viel dort getroffen, die es zuhause zu langweilig fanden, die ihren männern wenigstens tagsüber entkommen wollten, die sich einen traum von der wohung im süden verwirklichen wollten. sie ist auch ein ort der gemeinschaftlichkeit, an dem geschichten erzählt werden und wo, wie in dem einem sommer, in der einen fabrik immer mal wieder die maschinen kunstvoll gestört worden, damit die frauen am band genau eine viertelstunde mehr pause hatten und aus dem akkord ausbrechen konnten. das waren schöne pausen. die gemeinschaftlichkeit war so stark, dass ich sie als feindlich betrachtet habe, weil ich nie dazu gehörte. ich war immmer zu langsam und irgendwie zu faul. aber, für die frauen dort, war sie wichtig und ein lebensinhalt. eine hat sich von dem geld einen manta gekauft und so getan, als gäbe es in der kleinstadt einen club von mantafahreren zu dem sie gehört. fabrik bedeutet dort für viele unabhängigkeit von kleinen zwängen. fabrik so wie in große fabriken unter deren wahrzeichen ich aufgewachsen bin bedeutete auch: fabrik-familienstrukturen: eigene krankenhäuser, fabrikwohnungen, fabrik-weihnachtspakete, fabrikgeburtstagsgeschenke, fabrikchöre, fabrikturnvereine, fabrikbücherhallen, fabrikkulturfestivals, fabrikkunstevents. fabrik bedeutete also auch das erkennen eines gegenseitgen nutzens und die pflege der beziehungen. aus profitgründen sicherlich aber sichtbar waren auch die stärke und der halt, den diese gesten der gemeinschaftlichkeit den leuten gegeben hat. als metapher, weil es bei den gedanken um stadt auch darum geht zu denken, wie wir das produzieren wollen, was wir brauchen und wie wir das verteilen wollen. fabrik als produktionsort. stadt als fabrik wäre dann für mich reproduktions- und produkionsort in einem. mir schwebt immer das paris vor baron haussmann vor augen: jedes haus hat ebenerdig geschäft und werkstätten und darüber wohnen die leute unterschiedlichster klassen. die menschen wuselen über die straßen und alle können einen platz finden, der ihnen gefällt. das es damals viel krankheit, gewalt und elend gab, soll nicht vergessen sein, aber die idee, die maschinenerie der produktion ans licht des tages zu bringen und allen teilhabe an der gestaltung ihrer lebensbedingungen zu gewähren, weil sie sehen, wie die kulturmaschinen und die politikmaschinen, die bedeutungsproduktionsfabriken und so weiter und so fort funktionieren ist vielleicht gar nicht so schlecht. das auf die schnelle. paula erst mal schnell antworten zur fabrik: also da ertappe ich mich doch wirklich bei einer unangenhemen eigenschaft: der meinungswechselei. gestern habe ich noch äußerst überzeugt vertreten, dass ich die fabrik kein vorbild finde, weil sie stinkt, weil ich fordismus nicht mag, weil sie alles auf seine renditmaximierung hin zu schneidet und so weiter und so fort.
nun will ich sie aber doch verteidigen einmal als realen ort und einmal als metapher.
als realer ort, ist sie auch ein ort der frauen. ich habe viel dort getroffen, die es zuhause zu langweilig fanden, die ihren männern wenigstens tagsüber entkommen wollten, die sich einen traum von der wohung im süden verwirklichen wollten.
sie ist auch ein ort der gemeinschaftlichkeit, an dem geschichten erzählt werden und wo, wie in dem einem sommer, in der einen fabrik immer mal wieder die maschinen kunstvoll gestört worden, damit die frauen am band genau eine viertelstunde mehr pause hatten und aus dem akkord ausbrechen konnten. das waren schöne pausen.
die gemeinschaftlichkeit war so stark, dass ich sie als feindlich betrachtet habe, weil ich nie dazu gehörte. ich war immmer zu langsam und irgendwie zu faul. aber, für die frauen dort, war sie wichtig und ein lebensinhalt. eine hat sich von dem geld einen manta gekauft und so getan, als gäbe es in der kleinstadt einen club von mantafahreren zu dem sie gehört.
fabrik bedeutet dort für viele unabhängigkeit von kleinen zwängen. fabrik so wie in große fabriken unter deren wahrzeichen ich aufgewachsen bin bedeutete auch: fabrik-familienstrukturen: eigene krankenhäuser, fabrikwohnungen, fabrik-weihnachtspakete, fabrikgeburtstagsgeschenke, fabrikchöre, fabrikturnvereine, fabrikbücherhallen, fabrikkulturfestivals, fabrikkunstevents. fabrik bedeutete also auch das erkennen eines gegenseitgen nutzens und die pflege der beziehungen. aus profitgründen sicherlich aber sichtbar waren auch die stärke und der halt, den diese gesten der gemeinschaftlichkeit den leuten gegeben hat.
als metapher, weil es bei den gedanken um stadt auch darum geht zu denken, wie wir das produzieren wollen, was wir brauchen und wie wir das verteilen wollen. fabrik als produktionsort. stadt als fabrik wäre dann für mich reproduktions- und produkionsort in einem.
mir schwebt immer das paris vor baron haussmann vor augen: jedes haus hat ebenerdig geschäft und werkstätten und darüber wohnen die leute unterschiedlichster klassen. die menschen wuselen über die straßen und alle können einen platz finden, der ihnen gefällt. das es damals viel krankheit, gewalt und elend gab, soll nicht vergessen sein, aber die idee, die maschinenerie der produktion ans licht des tages zu bringen und allen teilhabe an der gestaltung ihrer lebensbedingungen zu gewähren, weil sie sehen, wie die kulturmaschinen und die politikmaschinen, die bedeutungsproduktionsfabriken und so weiter und so fort funktionieren ist vielleicht gar nicht so schlecht. das auf die schnelle.
paula

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