Comments on: Parade „Recht auf Stadt“ 18.12 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/ ordinary things Thu, 22 Jul 2021 20:29:30 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: RECHT AUF STADT. DIE PARADE « No-BNQ http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/#comment-2615 Sun, 16 Jan 2011 16:34:52 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/#comment-2615 [...] *from town to town* Raum produzieren # Lefèbvre stricken III Ein Bild einer Machtdemonstration, 18.12.09, nahe Hamburger Gänsemarkt: Über 3.000 Menschen stehen auf der Straße und sind Teil der Recht-auf-Stadt-Parade. Die Temperatur: Minus 8 Grad. Es schneit. http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/ und http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/ [...] […] *from town to town* Raum produzieren # Lefèbvre stricken III Ein Bild einer Machtdemonstration, 18.12.09, nahe Hamburger Gänsemarkt: Über 3.000 Menschen stehen auf der Straße und sind Teil der Recht-auf-Stadt-Parade. Die Temperatur: Minus 8 Grad. Es schneit. http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/20/raum-produzieren-lefabvre-stricken-iii/ und http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/ […]

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by: mari-ann http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/#comment-92 Fri, 18 Dec 2009 22:36:14 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/12/18/parade-recht-auf-stadt-1812/#comment-92 Text zur "Recht auf Stadt"-Parade Zur heutigen Parade haben über 120 völlig unterschiedliche Gruppen und Organisationen aufgerufen - von Hafenarbeitern über die streikenden Studierenden bis zu Stadtteilinitiativen aus verschiedenen Hamburger Quartieren. Wir gehen hier und heute aus ganz verschiedenen Gründen auf die Straße. Und wir gehen vielleicht auch aus ganz ähnlichen Gründen auf die Straße. Das, was uns auf die Straße treibt, ist zum einen die Unzufriedenheit mit dem Status quo - mit dem, was ist. Das, was uns auf die Straße treibt, ist aber auch eine Idee davon, wie es anders sein könnte. Und dass es anders sein kann. Dass wir die Stadt verändern können. Wir demonstrieren nicht nur gegen das Unternehmen Hamburg, gegen steigende Mieten, zunehmende Privatisierung, zunehmende Überwachung von öffentlichen Räumen, gegen repressive Sicherheitspolitik, den Verkauf der Roten Flora und gegen die faktische Enteignung von Schrebergärtnern. Wir stehen hier auch explizit FÜR etwas auf der Straße. Für eine grundsätzlich andere, für eine soziale und gerechte Stadt. Eine Stadt, in der Teilhabe auch die Kontrolle der Budgets beeinhaltet. Für eine Stadt, in der alle Menschen Zugang zu Bildung, Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung und Zugang zum Reichtum der Metropole haben. Elbstrand für Alle. Alsterwiesen für Alle. Bücherhallen in jeden Stadtteil. Öffentliche Mehrgenerationenhäuser in jedes Quartier. Einkaufspassagen ohne Sicherheitsdienste. Eine solche Stadt stellt uns niemand vor die Nase. Damit könnten wir uns fast noch abfinden. An der Verwirklichung einer solchen Stadt wollen wir aber auch nicht gehindert werden. Leerstände müssen besetzt werden dürfen. Freigehaltene Grundstücke bebaut. Eine Stadt von Allen für Alle läuft nicht ohne Konflikte und zähe gemeinsame Verhandlungen. Das ist uns allen klar. Wir sind bereit, uns dem zu stellen. Denn: Eine "Stadt für alle" ist für uns kein hohles Versprechen! Wir wissen, um mit den Worten Henri Lefebvres zu sprechen: "Es gibt kein Denken ohne U-Topie, ohne Erforschung des Möglichen, des Anderswo." Nehmen wir uns das "Recht auf Stadt" - bestimmen wir selber, in welcher Stadt wir leben wollen. Heute ist nicht alle Tage, wir bleiben am Ball - keine Frage! Text zur „Recht auf Stadt“-Parade

Zur heutigen Parade haben über 120 völlig unterschiedliche Gruppen und Organisationen aufgerufen – von Hafenarbeitern über die streikenden Studierenden bis zu Stadtteilinitiativen aus verschiedenen Hamburger Quartieren.

Wir gehen hier und heute aus ganz verschiedenen Gründen auf die Straße. Und wir gehen vielleicht auch aus ganz ähnlichen Gründen auf die Straße.

Das, was uns auf die Straße treibt, ist zum einen die Unzufriedenheit mit dem Status quo – mit dem, was ist.
Das, was uns auf die Straße treibt, ist aber auch eine Idee davon, wie es anders sein könnte. Und dass es anders sein kann. Dass wir die Stadt verändern können.

Wir demonstrieren nicht nur gegen das Unternehmen Hamburg, gegen steigende Mieten, zunehmende Privatisierung, zunehmende Überwachung von öffentlichen Räumen, gegen repressive Sicherheitspolitik, den Verkauf der Roten Flora und gegen die faktische Enteignung von Schrebergärtnern.

Wir stehen hier auch explizit FÜR etwas auf der Straße. Für eine grundsätzlich andere, für eine soziale und gerechte Stadt.
Eine Stadt, in der Teilhabe auch die Kontrolle der Budgets beeinhaltet.
Für eine Stadt, in der alle Menschen Zugang zu Bildung, Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung und Zugang zum Reichtum der Metropole haben.

Elbstrand für Alle.
Alsterwiesen für Alle.
Bücherhallen in jeden Stadtteil.
Öffentliche Mehrgenerationenhäuser in jedes Quartier.
Einkaufspassagen ohne Sicherheitsdienste.

Eine solche Stadt stellt uns niemand vor die Nase.
Damit könnten wir uns fast noch abfinden. An der Verwirklichung einer solchen Stadt wollen wir aber auch nicht gehindert werden. Leerstände müssen besetzt werden dürfen. Freigehaltene Grundstücke bebaut.
Eine Stadt von Allen für Alle läuft nicht ohne Konflikte und zähe gemeinsame Verhandlungen.
Das ist uns allen klar. Wir sind bereit, uns dem zu stellen.

Denn:
Eine „Stadt für alle“ ist für uns kein hohles Versprechen!

Wir wissen, um mit den Worten Henri Lefebvres zu sprechen:
„Es gibt kein Denken ohne U-Topie, ohne Erforschung des Möglichen, des Anderswo.“

Nehmen wir uns das „Recht auf Stadt“ – bestimmen wir selber, in welcher Stadt wir leben wollen.

Heute ist nicht alle Tage, wir bleiben am Ball – keine Frage!

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