Comments on: einladung zur diskussion: Lefebvre # stricken http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/ ordinary things Thu, 22 Jul 2021 16:38:44 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Strickistinnen: Ein, an und gegen « from town to town http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-2017 Thu, 07 Oct 2010 21:55:21 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-2017 [...] „Wir, die Strickistinnen, sind eine Gruppe wollbegeisterter Aktivistinnen und seit Mai 2010 mit unseren Aktionen im öffentlichen Raum präsent. Wir sind der Meinung ,abwarten hilft nicht, also stricken wir, ein an und gegen‘. Mit unseren Strickaktionen wollen wir auf politische Zusammenhänge aufmerksam machen, im Alltag überraschen, neue Blickwinkel auf Bekanntes eröffnen, zeigen, dass vieles auch ganz anders sein könnte“, so die Selbstbeschreibung der Strickistinnen aus Wien. Als Strickliesel mag ich diese Aktionsformen selbstredend sehr, weil mir die Verbindung zwischen dem (privat codierten) „Frauenhobby Stricken“ und der (politisch codierten) Aktion im öffentlichen Raum gefällt. Bäume werden umstrickt, Stricknester in der Stadt hinterlassen und manchmal auch Parolen – vermeintlich ohne Zweck und Funktion. Dieses Dysfunktionale irritiert und ich frage mich, warum braucht die Laterne Wärme und warum fällt das Nichtzielgerichtete im Stadtbild so eklatant auf? Leider bleiben die Spuren der Strickguerilla oft nicht lange im öffentlichen Raum erhalten, sondern sie verschwinden schnell wieder. Ob das schnelle Entfernen nun daran liegt, dass es so viele Strick-Fans gibt oder daran, dass die städtische Hand keinen Tand zulässt, darüber sinnieren die Strickistinnen aus Wien charmant: „Um das herauszufinden müssten wir eine Überwachung starten, aber genau dagegen stricken wir ja an. Unser Werk ist vollendet, wenn wir es angestrickt haben. Alles was dann passiert, regelt der öffentliche Raum.“ [...] […] „Wir, die Strickistinnen, sind eine Gruppe wollbegeisterter Aktivistinnen und seit Mai 2010 mit unseren Aktionen im öffentlichen Raum präsent. Wir sind der Meinung ,abwarten hilft nicht, also stricken wir, ein an und gegen‘. Mit unseren Strickaktionen wollen wir auf politische Zusammenhänge aufmerksam machen, im Alltag überraschen, neue Blickwinkel auf Bekanntes eröffnen, zeigen, dass vieles auch ganz anders sein könnte“, so die Selbstbeschreibung der Strickistinnen aus Wien. Als Strickliesel mag ich diese Aktionsformen selbstredend sehr, weil mir die Verbindung zwischen dem (privat codierten) „Frauenhobby Stricken“ und der (politisch codierten) Aktion im öffentlichen Raum gefällt. Bäume werden umstrickt, Stricknester in der Stadt hinterlassen und manchmal auch Parolen – vermeintlich ohne Zweck und Funktion. Dieses Dysfunktionale irritiert und ich frage mich, warum braucht die Laterne Wärme und warum fällt das Nichtzielgerichtete im Stadtbild so eklatant auf? Leider bleiben die Spuren der Strickguerilla oft nicht lange im öffentlichen Raum erhalten, sondern sie verschwinden schnell wieder. Ob das schnelle Entfernen nun daran liegt, dass es so viele Strick-Fans gibt oder daran, dass die städtische Hand keinen Tand zulässt, darüber sinnieren die Strickistinnen aus Wien charmant: „Um das herauszufinden müssten wir eine Überwachung starten, aber genau dagegen stricken wir ja an. Unser Werk ist vollendet, wenn wir es angestrickt haben. Alles was dann passiert, regelt der öffentliche Raum.“ […]

]]>
by: Bericht: Filmabend zu Gentrification in Hamburg « Studentisches Forum Urbanistik http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-922 Wed, 12 May 2010 21:06:27 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-922 [...] Lefebvre zum Stricken im town to town-blog: http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/ [...] […] Lefebvre zum Stricken im town to town-blog: http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/ […]

]]>
by: kabelsalat http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-61 Thu, 03 Dec 2009 00:21:58 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-61 Ich lasse mal einen Faden nebenherlaufen - angehängt an <b>„Allem voran sei eine Hypothese gesetzt: die von der vollständigen Verstädterung der Gesellschaft.“</b> Du Stricklisel hattest (dich) ja gefragt, was damit gemeint sein könnte. Dazu kam mir kam beim Lesen des Vorwortes von "La production de l'espace" eine Erweiterung in den Sinn: wann, wodurch, also in welchem Zusammenhang oder Rahmen, kam er auf diese Hypothese? Remi Hess schreibt, dass Lefebvre parallel zu seiner Produktion genau der 7 Bücher, die sich mit "Stadt" und "Raum" auseinandersetzen, unglaublich viel gereist sei - 7 Jahre lang. Da steht Pamplona neben New York neben Ottawa neben Belgrad neben Teheran neben Kyoto nben weiteren Städten, Ländern, Kontinenten. Danach ist er nicht sonderlich viel gereist und davor ist er ebenfalls nicht viel gereist. Vielleicht war genau dieses Reisen und dabei oder davon Schreiben die Möglichkeit, eine Hypothese über die Verstädterung aufzustellen - durch den Austausch mit anderen und die Betrachtung unterschiedlicher Bedingungen und Zustände von Verstädterung. Und dass er sie nicht in Paris sitzend hätte formulieren können. Das als eine mögliche Masche hin zu einer Verbindung von Theorie und Praxis, von Vernetzung und Verflechtung. Fast ist man vom Stricken schon beim Makrame, scheint mir (was ich, zugegebenermaßen, ungleich besser kann als Stricken). Ich lasse mal einen Faden nebenherlaufen – angehängt an „Allem voran sei eine Hypothese gesetzt: die von der vollständigen Verstädterung der Gesellschaft.“
Du Stricklisel hattest (dich) ja gefragt, was damit gemeint sein könnte. Dazu kam mir kam beim Lesen des Vorwortes von „La production de l‘espace“ eine Erweiterung in den Sinn: wann, wodurch, also in welchem Zusammenhang oder Rahmen, kam er auf diese Hypothese? Remi Hess schreibt, dass Lefebvre parallel zu seiner Produktion genau der 7 Bücher, die sich mit „Stadt“ und „Raum“ auseinandersetzen, unglaublich viel gereist sei – 7 Jahre lang. Da steht Pamplona neben New York neben Ottawa neben Belgrad neben Teheran neben Kyoto nben weiteren Städten, Ländern, Kontinenten. Danach ist er nicht sonderlich viel gereist und davor ist er ebenfalls nicht viel gereist. Vielleicht war genau dieses Reisen und dabei oder davon Schreiben die Möglichkeit, eine Hypothese über die Verstädterung aufzustellen – durch den Austausch mit anderen und die Betrachtung unterschiedlicher Bedingungen und Zustände von Verstädterung. Und dass er sie nicht in Paris sitzend hätte formulieren können.
Das als eine mögliche Masche hin zu einer Verbindung von Theorie und Praxis, von Vernetzung und Verflechtung. Fast ist man vom Stricken schon beim Makrame, scheint mir (was ich, zugegebenermaßen, ungleich besser kann als Stricken).

]]>
by: paula zucker http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-58 Mon, 30 Nov 2009 13:48:14 +0000 http://schaetzchen.blogsport.de/2009/11/29/einladung-zur-diskussion-lefebvre-neu-lesen/#comment-58 mit stricken hatte ich noch nie viel zu tun. in den suburbs von düsseldorf besuchte ich eine mädchenschule und musste textil nehme . weil die alternative wahl kochen bedeutet hätte, fleisch essen zu müssen, was ich nicht tun wollte. textil war der zwang zu all den dingen, die ich hasste: nähen, häkeln, stricken. einmal habe ich versucht meiner schwester einen schal zum geburtstag zu stricken. ich kam nicht hinterher, weder mit den maschen noch mit der zeit. meine mitschülerinnen erbarmten sich meiner und jede strickte so lange, bis sie nicht mehr konnte. der schal war so grau vom schmutz unserer hände, so breit an bestimmten und so schmal an anderen stellen, so schief und so verzogen und auch nach all den mühen so kurz, dass ich meine schwester zwingen musst ihn wenigestens einmal anzuziehen. von dieser erfahrung geprägt, habe ich bestimmte bedenken, was das "mitstricken" angeht und was pullover betrifft an denen ich mitwirke. diese vorbehalte übertragen sich auch meine lektüre von lefebvre fetzen. lefebvre bei der renaissance, die seine werke gerade erleben, und die seine slogans so sichbar machen, denke ich mit dem strickunbehagen gerne darüber nach ob ich eigentlich "ein recht auf stadt" so gut finde und was das soll mit dem recht. das was hier erwähnt wird, dass wir heute in der städtischen gesellschaft leben, das teile ich so und es ist mir angenehm. so weit ich das bei negri und hart verstanden habe, geht es ja in deren zählweise anders nämlich: feld, fabrik, dienstleistung und mir gefällt das : feld, farbik, stadt. also stadt als vorherschende bild nach dem wir alles, was wir brauchen und alles was wir meinen zu brauchen herstellen und verteilen ganz gut. es erklärt mir mehr. und es ermöglicht mir, mir die stadt als das vorbild für alle gesellschaftlichen prozesse und deren verhandlung zu betrachten. ich mag auch die anschlussmöglichkeit richtung saskia sassen in ihrer idee von: die finanzwirtschaft braucht die realen städte, da geschäfte ohne kultur, ohne direkte soziale begenungsflächen zu viele missverständnisse produzieren und zu wenig spontane kontakmöglichkeiten haben sehr gerne. also die städtische gesellschaft als vorbild, für das sozio-ökonomische gefüge, in dem wir alle, sei es auf dem land oder in der kleinstadt, oder im suburb oder in der metropole leben. aber dann wird der schal enger: was ist dann das recht auf stadt. und die schreckensbilder: naturrecht. recht des stärkeren und "der mensch ist dem menschen ein wolf" (hobbes) lassen meine hände soviel zug auf die wolle bringen, dass mir ein recht auf die stadt, ohne jegliche überlegen, wie die möglichen konflikte moderiert werden sollen wirklich unheimlich erscheint. ich werfe das strickzeug auf den boden und renne erst mal wech.... mit stricken hatte ich noch nie viel zu tun. in den suburbs von düsseldorf besuchte ich eine mädchenschule und musste textil nehme
. weil die alternative wahl kochen bedeutet hätte, fleisch essen zu müssen, was ich nicht tun wollte. textil war der zwang zu all den dingen, die ich hasste: nähen, häkeln, stricken. einmal habe ich versucht meiner schwester einen schal zum geburtstag zu stricken. ich kam nicht hinterher, weder mit den maschen noch mit der zeit. meine mitschülerinnen erbarmten sich meiner und jede strickte so lange, bis sie nicht mehr konnte. der schal war so grau vom schmutz unserer hände, so breit an bestimmten und so schmal an anderen stellen, so schief und so verzogen und auch nach all den mühen so kurz, dass ich meine schwester zwingen musst ihn wenigestens einmal anzuziehen. von dieser erfahrung geprägt, habe ich bestimmte bedenken, was das „mitstricken“ angeht und was pullover betrifft an denen ich mitwirke. diese vorbehalte übertragen sich auch meine lektüre von lefebvre fetzen. lefebvre bei der renaissance, die seine werke gerade erleben, und die seine slogans so sichbar machen, denke ich mit dem strickunbehagen gerne darüber nach ob ich eigentlich „ein recht auf stadt“ so gut finde und was das soll mit dem recht. das was hier erwähnt wird, dass wir heute in der städtischen gesellschaft leben, das teile ich so und es ist mir angenehm. so weit ich das bei negri und hart verstanden habe, geht es ja in deren zählweise anders nämlich: feld, fabrik, dienstleistung
und mir gefällt das : feld, farbik, stadt. also stadt als vorherschende bild nach dem wir alles, was wir brauchen und alles was wir meinen zu brauchen herstellen und verteilen ganz gut. es erklärt mir mehr. und es ermöglicht mir, mir die stadt als das vorbild für alle gesellschaftlichen prozesse und deren verhandlung zu betrachten. ich mag auch die anschlussmöglichkeit richtung saskia sassen in ihrer idee von: die finanzwirtschaft braucht die realen städte, da geschäfte ohne kultur, ohne direkte soziale begenungsflächen zu viele missverständnisse produzieren und zu wenig spontane kontakmöglichkeiten haben sehr gerne.
also die städtische gesellschaft als vorbild, für das sozio-ökonomische gefüge, in dem wir alle, sei es auf dem land oder in der kleinstadt, oder im suburb oder in der metropole leben. aber dann wird der schal enger: was ist dann das recht auf stadt. und die schreckensbilder: naturrecht. recht des stärkeren und „der mensch ist dem menschen ein wolf“ (hobbes) lassen meine hände soviel zug auf die wolle bringen, dass mir ein recht auf die stadt, ohne jegliche überlegen, wie die möglichen konflikte moderiert werden sollen wirklich unheimlich erscheint.
ich werfe das strickzeug auf den boden und renne erst mal wech….

]]>